Christian-Albrechts-Universität zu Kiel

Lorenz von Stein

Das Lorenz-von-Stein-Institut hat nach seinem Statut die Aufgabe, freie Forschung und Auftragsforschung insbesondere auf dem Gebiet der Verwaltungswissenschaften, des Landesverfassungs- und des Verwaltungsrechts zu betreiben und dabei in Anlehnung an das wissenschaftliche Werk Lorenz von Steins einen interdisziplinären und an der Verwaltungspraxis ausgerichteten Ansatz zu verfolgen.

Daher sind auch Werk und Wirken Lorenz von Steins Gegenstand der Forschungsaktivitäten des Instituts – dies insbesondere in Kooperation mit der Lorenz-von-Stein-Gesellschaft zu Kiel e.V., die gem. § 2 Abs. 2 der Satzung ihren Vereinszweck vor allem durch die Förderung und Verbreitung des Gedankengutes Lorenz von Steins,  die Förderung der Forschung um Person und wissenschaftliche Arbeit von Lorenz von Stein und ihre Nachwirkungen in Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft sowie der Förderung aller Bemühungen und Einrichtungen zur Betreuung, der Erschließung und wissenschaftlichen Nutzung seines bibliothekarischen und wissenschaftlichen Nachlasses verwirklicht.


Buchpatenschaft in der Österreichischen Nationalbibliothek

Am 12. Mai 2010 hat der ISPRAT e.V. im Rahmen der 6. CIO-Konferenz eine Buchpatenschaft für die siebenbändige "Verwaltungslehre" Lorenz von Steins übernommen >>> mehr Informationen


Neuedition des Handbuchs Verwaltungslehre

Aus Anlass des 30jährigen Jubiläum des Instituts wurde das bedeutenste Werk Lorenz von Steins – das Handbuch des Verwaltungsrechts und der Verwaltungslehre (1. Auflage 1870) – neu aufgelegt. Es ist die Quintessenz seiner Gedanken, seiner Forschung zur Einheit von Verwaltungslehre und Verwaltungsrecht. Von Stein ging es um die wissenschaftliche Erfassung der Kräfte, die das Recht erzeugt, und um die umgreifende Erfassung von Staat und Gesellschaft, die nur interdisziplinär geleistet werden kann. Dabei stand für ihn durchaus das Recht im Mittelpunkt, genauer: die Gestaltung der Gesellschaft durch Vollzug des Verwaltungsrechts seitens der Verwaltung.

In vielen Bereichen seines Systems der Verwaltungslehre und des Verwaltungsrechts entwickelte er zeitlose Erkenntnisse; von Stein ist ein sowohl ganzheitliches als auch interdisziplinäres verwaltungswissenschaftliches Denken ohne Verleugnung des verwaltungsrechtlichen Kerns zu verdanken.

Versehen mit einer Einleitung zu Leben und Werk Lorenz von Steins kann die Neuedition beim Verlag Mohr Siebeck zum Preis von 99,00 € bezogen werden

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Forschungen zu Werk und Wirken Lorenz von Steins

Mitarbeiter und Vorstand des Instituts forschen in den unterschiedlichsten Kontexten zum Werk und Wirken Lorenz von Steins. Zuletzt erschienen folgende Veröffentlichungen:

  • Christoph Brüning/Utz Schliesky (Hrsg.): Lorenz von Stein und die rechtliche Regelung der Wirklichkeit, Tübingen 2015
  • Utz Schliesky/Jan Schlürmann: Lorenz von Stein - Leben und Werk zwischen Borby und Wien, Kiel/Hamburg 2015
  • Utz Schliesky: Lorenz von Stein - Leben und Werk, JZ 2015, S. 1121-1130
  • Utz Schliesky: Verfassung und Verwaltung bei Lorenz von Stein, in: Koslowski (Hrsg.), Lorenz von Stein und der Sozialstaat, 2014, S. 93 ff.
  • Utz Schliesky: Von der organischen Verwaltung Lorenz von Steins zur Netzwerkverwaltung im Europäischen Verwaltungsverbund, DÖV 2009, S. 641-649.
  • Utz Schliesky: Von der organischen Verwaltung Lorenz von Steins zur Netzwerkverwaltung im Europäischen Verwaltungsbund, 2009
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Die Publikationsreihen des Instituts bieten auch anderen Wissenschaftlern ein Forum für ihre Auseinandersetzungen mit Lorenz von Stein. In den vergangenen Jahren wurde bspw. veröffentlicht:

Dirk Blasius: Deutsche Gelehrtenpolitik in der Habsburger Monarchie, 2007

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Auch andere bedeutende schleswig-holsteinische Wissenschaftler werden so gewürdigt. So gab der Geschäftsführende Vorstand des Instituts, Prof. Dr. Utz Schliesky, im Jahr 2007 die Schrift "Das Herzogthum Schleswig in seinem gegenwärtigen Verhältniß zu dem Königreich Dänemark und zu dem Herzogthum Holstein" von Niels Nicolaus Falck, einem Lehrer Lorenz von Steins neu heraus.

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Lorenz von Stein Gedächtnisvorlesung

In Kooperation mit der Lorenz von Stein-Gesellschaft zu Kiel veranstaltet das Lorenz-von-Stein-Institut alljährlich zum Geburtstag Lorenz von Steins am 15. November eine Gedächtnisvorlesung. Diese findet in der Regel in den Räumlichkeiten der Schleswig-Holsteinischen Landesbibliothek statt und behandelte in den letzen Jahren die folgenden Themen, die zum Teil in schriftlicher Form im institutseigenen Verlag veröffentlicht wurden:

  • 2016: Prof. Dr. Hans-Günter Henneke: Tut ein Staat zu wenig für die Zukunft oder fordert er zu viel von der Gegenwart?
  • 2015: Prof. Dr. Dr. h.c. mult. Michael Stolleis: Lorenz von Stein - Visionär und Realist des 19. Jahrhunderts (im Rahmen des Festakts zum 200. Geburtstag Lorenz von Steins)
  • 2014: Dr. Göttrik Wewer: Die Lobby des Guten - Interesse und Gemeinwohl im digitalen Zeitalter
  • 2013: Prof. Dr. Christoph Brüning: Freiheit als Hilfefall? – Staatliche Daseinsvorsorge als Hilfe zur Selbsthilfe
  • 2010: Dr. Thomas Drabinski: Politökonomische Perspektive der aktuellen Gesundheitsreform in Deutschland
  • 2009: Prof. Dr. Wolfgang Hoffmann-Riem: Rechtswissenschaftliche Innovationsforschung und ihr Bezug zur Rechts-, Staats- und Verwaltungswissenschaft
  • 2008: Prof. Dr. Utz Schliesky: Von der organischen Verwaltung Lorenz von Steins zur Netzwerkverwaltung im Europäischen Verwaltungsverbund >>> veröffentlicht als Quelle 28
  • 2006: Prof. Dr. Martin Heilmann: Johann Heinrich von Thünen und Lorenz von Stein - Ideengeschichtliche Zusammenhänge ihres Denkens
  • 2005: Prof. Takayuki Shibata: Innen- und Außenpolitik in der Staatswissenschaft Lorenz von Steins - Nach Japan und aus Japan >>> veröffentlicht als Quelle 22
  • 2004: Dr. Jürgen Zander: Herkunft und Bedeutung des Lorenz von Stein-Bestands in der Landesbibliothek